Versteigerungsdaten/Terminsbestimmung
Im Wege der Zwangsvollstreckung soll am Dienstag, 10. März 2026 um 10:00 Uhr folgender Grundbesitz im Amtsgericht Herzberg am Harz, Sitzungssaal 11, Schloß 4, 37412 Herzberg am Harz öffentlich versteigert werden:
Verkehrswert: 28.000,00 €
Vollständige Versteigerungsdaten zu diesem Verfahren entnehmen Sie bitte der amtlichen Bekanntmachung.
- Verkehrswert
- 28.000,00 €
- Versteigerungstermin
- 10.03.2026, 10:00 Uhr
- Aktenzeichen
- 5 K 4/22
- Versteigerungsart
- Zwangsversteigerung
- Wertermittlungsstichtag
- 25.04.25
- Besichtigungsart
- Außenbesichtigung
- Wertgrenzen
- gelten
Objektdaten
- Objekttyp
- Wohnhaus
- Wohnfläche
- 280 m²
- Grundstücksfläche
- 1488 m²
- Heizungsart
- Zentralheizung
- Objektzustand
- sanierungsbedürftig
- Baujahr
- 1955
- Verfügbarkeit
- leerstehend
Objektbeschreibung
Bei dem Versteigerungsobjekt handelt es sich um ein freistehendes, nicht unterkellertes, zweigeschossiges Gebäude mit in zwei Ebenen ausgebautem Dachgeschoss, Garage und Gartenhaus.
Besichtigung
Das Objekt wurde am 25.04.2025 durch Inaugenscheinnahme besichtigt. Die Bewertung erfolgte auf Grundlage der Ortsbesichtigung sowie vorgelegten Unterlagen (Grundbuchauszug, Bauvorlagen, Liegenschaftskarte).
Gebäude
Das Hauptgebäude ist ein freistehendes, zweigeschossiges Wohnhaus ohne Keller, mit zwei ausgebauten Dachgeschossen, das ca. 1955 errichtet wurde. Ursprünglich als Wohnhaus geplant, wurde es zeitweise als Pension genutzt. Die Gesamtwohnfläche beträgt ca. 280 m². Das Haus weist massive Außen- und Innenwände sowie massive Decken in EG und OG auf, im Dachgeschoss sind Holzbalkendecken vorhanden. Das Satteldach ist mit alten Tonziegeln gedeckt und zeigt Undichtigkeiten. Die Fassaden sind einfach verputzt, vereinzelt mit Strukturputz oder Eternitschindeln im Giebel.
Die Raumaufteilung ist einfach und entspricht dem Standard der Bauzeit, die Etagen sind nicht voneinander abgetrennt (keine abgeschlossenen Wohnungen). Die Belichtung ist überwiegend normal, im Dachgeschoss gibt es innenliegende Räume. Im EG und OG befinden sich Flure, ehem. Pensions- bzw. Wohn- und Schlafräume, Küche, Sanitärräume (teils im Rohbau). Im DG sind weitere Wohn- und Nebenräume vorhanden, im zweiten Dachgeschoss Abstellräume. Die Bauausführung entspricht dem Standard der 1950er Jahre, wesentliche Modernisierungen fehlen.
Der Bauzustand ist erheblich verschlechtert: Es bestehen Feuchte-, Putz- und Dachschäden, veraltete bzw. beschädigte Fenster und Türen, fehlende Heizkörper, alte oder demontierte Sanitär- und Elektroinstallationen. Begonnene Sanierungsmaßnahmen wurden nicht abgeschlossen. Im Gebäude lagern große Mengen an Unrat und Restmaterialien. Die Wärme- und Schalldämmung entspricht nicht den heutigen Standards. Das Objekt ist im aktuellen Zustand nicht bewohnbar.
Weitere Gebäude
Auf dem Grundstück befinden sich eine Garage (ca. 1956) und ein Gartenhaus (ca. 1960–1970), beide eingeschossig, massiv gemauert. Die Garage hat ein flaches Pultdach mit Schweißbahnabdichtung, einfache Holztore und ist durch Feuchte- und Putzschäden stark beschädigt. Im Inneren lagert Unrat. Das Gartenhaus verfügt über ein mittleres Satteldach mit alter Tonziegeldeckung, ebenfalls starke Schäden an Fassade und Fenstern. Beide Nebengebäude besitzen keinen wirtschaftlichen Zeitwert.
Grundstück
Das Grundstück ist etwa trapezförmig zugeschnitten, mit einer Straßenfront von ca. 31 m und einer mittleren Tiefe von rund 54 m. Die westliche Grenze liegt höhengleich zur Straße, nach Osten steigt das Gelände deutlich an. Es handelt sich um Bauland gemäß §34 BauGB, die ortsübliche Erschließung ist gegeben. Die Freiflächen bestehen aus befestigter Zufahrt (Asphalt), mehreren Stützmauern sowie überwiegend verwildertem Grünland und zugewachsenen Abschnitten. Das Grundstück ist teilweise vermüllt.
Nutzung
Zum Wertermittlungs-Stichtag war das gesamte Anwesen leerstehend und ungenutzt. Es besteht seit circa 2016 keine Nutzung mehr.
Ausstattung
Satteldach mit alter Tonziegeleindeckung
Warmwasserzentralheizung (Öl), Kessel und Tanks vorhanden, Heizkörper demontiert, zum Teil Einzelöfen/Kaminöfen; Heizungsleitungen vermutlich aus Kupfer
Elektroinstallation einfach, alt und teilweise demontiert
Böden: Estrich und alter PVC-, Textil- sowie Terrazzobelag, Fliesen im Rezeptionsbereich – teils schadhaft, verschlissen
Fenster: Überwiegend ursprüngliche Holzfenster, teilweise Kunststofffenster mit Isolierverglasung, keine Rollläden
Sanitärausstattung: Demontiert, teils im Rohbau, vorher dezentrale Warmwasserversorgung über Elektroboiler
Lage
Herzberg am Harz, Ortsteil Lonau (ca. 285 Einwohner, Landkreis Göttingen, Niedersachsen).
Mikrolage: Das Objekt liegt im nördlichen Bereich des Ortsteils Lonau und grenzt westlich an die Gemeindestraße "Mariental", einer ausgebauten Anliegerstraße mit Asphaltbefestigung und einseitigem Gehweg. Nach Norden und Süden schließen bebaute Grundstücke an, nach Osten grenzt das Grundstück an Waldflächen. Die Umgebung ist geprägt von offener, ein- bis zweigeschossiger Wohnbebauung. Die Wohnlage ist einfach und naturnah, relevante Immissionen liegen nicht vor. Das Grundstück besitzt keine Grenzbebauung.
Einrichtungen: Im Ortsteil sind lediglich touristische Infrastrukturen (Pensionen, Fremdenzimmer, Campingplatz mit Schwimmbad) vorhanden. Weitere wesentliche Einrichtungen (Schule, KITA, Ärzte, Einkaufsmöglichkeiten) gibt es nicht vor Ort, sondern im rund 5 km entfernten Herzberg, das auch mit Bus erreichbar ist. Die Stadt Herzberg bietet die komplette Infrastruktur (Ämter, soziale und medizinische Versorgung, Einkauf, Bahnhof, Anbindung B27/B243, ca. 13.000 Einwohner).
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